Pfarrkarneval St. Michael

Närrisches Treiben herrschte am 18. Februar wieder im Pfarrheim von St. Michael in Weddinghofen. Denn einmal im Jahr dürfen hier die katholischen Mitbrüder und Mitschwestern beweisen, dass sie nicht nur biedere Kirchgänger, sondern im Herzen auch echte Narren sind. Wie immer herrschte in dem karnevalistisch geschmückten Festsaal auch wieder eine strenge Kleiderordnung, was bedeutet: Alltagskleidung ist strengstens verboten. Katharina Skolik, die mit einigen anderen hartgesottenen Närrinnen und Narren wieder den karnevalistischen Budenzauber organisiert hatte, freute sich, dass auch wieder alle dieser Aufforderung gefolgt waren. So tummelten sich dort Vogelscheuchen, Rokoko-Damen und -Herren, Piraten, Gruselmonster, ein mexikanischer Gaucho mit seiner Dolores, selbst Elvis Presley war mit seinem drallen Zimmermädchen gekommen und ebenso viele Phantasiegestalten.

In einer „Nacht-Moden-Schau“ offenbarten die Weddinghofer Narren von St. Michael, dass es hinter ihren Schlafzimmertüren alles andere als züchtig zugeht, und in einem „Ohne Worte-Sketch“ wurde überzeugend demonstriert, dass es auch nicht vieler Worte bedarf, um lustig zu sein. Damit die Narren aber nicht über die Stränge schlagen, hatte Katharina Skolik dann aber vorsichtshalber „Kardinal Jörg“ aus der protestantischen Nachbargemeinde bestellt. Dieser hatte als DJ das närrische Treiben insoweit unter Kontrolle, als dass er den Regler auf seinem Keyboard je nach ausgelassener Stimmungslage mal rauf und mal runter drehen konnte. Ebenso war gleich von Anfang an auch ein Notarzt bestellt, der zwischendurch die Narren auf Karnevalstauglichkeit abhorchen musste, damit keiner der Jecken vorzeitig schlapp machte. Für den Fall, dass dann aber gegen Mitternacht die Narren doch ein wenig abgeschlafft sein sollten, hatten Skolik und ihr Team natürlich bestens vorgesorgt, denn mit der superscharfen Mitternachtssuppe wurde die Stimmung im Saal wieder kräftig angeheizt